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In Memoriam - Károly Béres

Auf dieser Seite werden wir ein Paar Gedenkreden und Artikel in Erinnerung an Karoly Beres übertragen, an den Gründer der Ökumenischen Humanitären Organisation (EHO) aus Novi Sad, der 01.05.2008 nach einer kurzen Krankheit gestorben ist. Das Gedenken hat in der reformatischen Kirche in Telep am 3. Mai 2008 und die Beerdigung hat auf dem alten Friedhof in der Futoska Straße stattgefunden.

Ana Bu, amtierende Direktorin von EHP - in Namen des Personals und Mitarbeiter der EHO.

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Die Ökumenische Humanitäre Organisation, ihre Mitarbeiter, Freiwillige und Freunde nehmen Abschied von Karoly Beres, ihrem Direktor, Leiter und Gründer, einem Mann, dessen Vision die EHO aufgebaut hat, und dem Mann, der die letzte 15 Jahren ihrer Tätigkeit und Entwicklung gewidmet hat.

Karoly Beres wurde am 16. Februar 1953 in Novi Sad geboren, hier in Telep, wo er sein ganzes Leben verbracht hat. In seiner Heimatstadt absolvierte er die Grundschule und die Mittelschule für Elektrotechnik, und in 1977 erhält er ein Diplom in Elektrotechnik als Elektroingenieur an der Universität Novi Sad, Fakultät für Technische Wissenschaften.

Parallel studiert er an dem Reformatischen Theologischen Seminar in Budapest. Nach dem Abschluss arbeitet er in seinem Beruf und koordiniert ein Team von Elektrotechnikern im Entwicklungsbüro “Neimar”. Zur gleichen Zeit führt er als Pfarrer Gottesanbetungen, zuerst in Budisava, dann in Kać, Novi Sad und Rumenka, und 1993 hat ihm der Bischof die Arbeit in der Gemeinde in Maradik anvertraut.

Während seiner priesterlichen Arbeit in Maradik ist es ihm mit Hilfe von guten Menschen, Einheimischen und Gläubigen, gelungen, das Gebäude der Pfarrgemeinde und die Gebetshalle, die im Feuer zugrunde gegangen ist, zu erneuern und zum Teil auch die Kirche.

In Anbetracht der Tatsache, dass sich in seiner Pfarrei die ungarische Bevölkerung immer schneller assimiliert  wird und ihre Sprache und Kultur langsam aussterben, sein wöchentlicher Religionsunterricht verwandelte sich in Klassen der Sprache und Kultur. Karoly und seine Frau Irenka haben in Maradik ein Sommerlager für Sprachförderung begonnen. Für sein Engagement für seine Pastorliche Arbeit in Maradik, erhielt Lajos in Oktober 2000 die jährliche Auszeichnung der Stiftung Mocsari Lajos.

Zusammen mit all diesen Aktivitäten ist Karoly seit 1993 auch Direktor der Ökumenischen Humanitären Organisation in Novi Sad und ist für die meisten der Bürgern am besten für diese Funktion bekannt. In den letzten 15 Jahren hat EHO zahlreiche Projekte realisiert und hat sich zu einer der größten Nichtregierungsorganisationen, die heute über 22 fest angestellte Mitarbeiter und Hunderte von Freiwilligen in eigenen Räumen hat, in der Vojvodina entwickelt.

Diejenige von uns, die mit Karoly gearbeitet haben, wissen sehr gut, dass all diese Projekte ohne seine Initiative, Begeisterung und treibende Kraft nie zum Leben erweckt wären. So wurden sie dank seiner Energie in Millionen von Mahlzeiten, inHunderttausende Benutzer, Tausende Tonnen von verteilten Lebensmitteln, Medikamenten und Gemüsesaatgut verwandelt. Heute haben wir geschulte Freiwillige, engagierte Mitarbeiter, die neue Ideen und Projekte bringen. In dieser Hinsicht, glaube ich, war Karoly mit uns zufrieden.

Karolys Bedürfnis, Dinge zu ändern, und sein Glaube an was wir tun, sein Glaube an die Menschen, mit denen und für die wir arbeiten - dieser Glaube hat es ermöglicht, die Dinge in Bewegung zu bringen. Karolys Glaube hat uns alle bewegt, hat uns geführt und uns ermöglicht, mit ihm zusammen das Unmögliche zu erreichen. - In Bezug auf die Ressourcen, die wir hatten, und der Zeit, in der wir tätig waren.

Karoly hat die schwierigsten Entscheidungen in schwierigen Zeiten gebracht - darüber wann und wie man mit einen Projekt oder einer Bau anfangen soll, hat mutig Risiken in Kauf genommen und stand bei seinen Entscheidungen und den Menschen, mit denen er arbeitete, allen dabei genug Platz lassend für eigene Initiativen und persönliche Entwicklung.

Wir in der Ökumenischen Humanitären Organisation werden uns an ihn in erster Linie für seine Güte, Toleranz, Verständnis und seine Bereitschaft, uns alle zu hören, erinnern. Wir werden uns an ihn erinnern, auch für seine einzigartige Gabe jeden von uns anzuhören und auch alle anderen, die sich an ihm wanden. Er hörte uns an, half uns und widmete uns seine Zeit, als ob in jenem Moment wir das wichtigste und das einzig Wichtige gewesen wären, als ob er keine tausend andere Aufgaben und Sorgen hätte. Für Karoly war jeder Mensch gleich wichtig und verdiente seine Aufmerksamkeit.

Schließlich wollen wir unseren Respekt vor Karoly als Visionär und Bauer zeigen. Er hat nicht nur die neuen Einrichtungen in Maradik, das Lojenburg-Haus oder das neue Gebäude der Ökumenischen Humanitären Organisation in Novi Sad gebaut, er baute auch Brücken der Zusammenarbeit und der Zukunft. - Brücken der ökumenischen und interreligiösen regionalen Zusammenarbeit und Brücken nach Europa.

Ich danke ihm dafür und er soll in Frieden ruhen. 
Ana Bu

Liebe trauernde Familie, Freunde und alle versammelten (Julia Ghandour Schal, Koordinatorin der ökumenischen Zusammenarbeit der EHO - in Namen der ausländischen Partnern und Freunden, 3. Mai 2008.)

Ich habe eine sehr traurige und schwierige Aufgabe bekommen, dass ich hier neben den Sarg das Unmögliche umfasse in ein Paar Sätzen. Nach einem so reichen aber leider ziemlich kurzen Lebensweg kann nicht einmal ich, eine seiner engsten und ältesten Mitarbeiter in der Lage sein, sogar nur seine wichtigsten Eigenschaften zu nennen.

Wir verabschieden uns von unseren sehr geschätzten Freund Karoly Beres, Gründer und Leiter der Ökumenischen Humanitären Organisation. EHO hat 1993 durch Hilfe der Ungarischen Ökumenischen Humanitären Dienstes mit der Arbeit begonnen, auf der Basis von Spenden protestantischer Kirchen aus dem Westen. Unter der Leitung von Karoly, christliche Werte pflegend, habe wir versucht den Bedürftigen unabhängig von ihrer Nationalität und Religion zu helfen. Obwohl wir zu einem gewissen Grad Schwierigkeiten hatten, haben wir zum friedlichen Zusammenleben der Bevölkerung in der Vojvodina beigetragen.

Während wir unseren diakonischen Dienst geleistet hatten, wurde unsere Bereitschaft, immer wenn möglich zu helfen, erkannt. Unser Direktor hatte das Meiste dazu beigetragen, weil er bei all unseren Aktivitäten die reichen Formen ökumenischer Zusammenarbeit genutzt hat. Die besten Beispiele sind die ökumenischen Gebete für Frieden, Konferenzen und Tagungen im In- und Ausland.

Unsere internationalen ökumenischen Partner wie HEKS aus der Schweiz, GAW aus Deutschland, humanitären Organisationen aus England, Norwegen, Schweden, Finnland, Diakonie aus Österreich und anderen Ländern waren von der Persönlichkeit unseres Karolys beeindruckt. Zu Beginn der ökumenischen Zusammenarbeit, neben den gemeinsamen Aktionen war wichtig, dass der Dialog zwischen unseren Kirchen fortgesetzt wird.

Die vielseitigen religiösen, nationalen und kulturellen Traditionen unserer Region stellen ein echtes Reichtum dar. In den schwierigen Jahren nach der Gründung von EHO bestand Karoly auch auf die Zusammenarbeit mit den jüdischen und islamischen Gemeinschaften, und bis heute sind die Beziehungen gut.

Der Aufstieg in der ökumenischen Zusammenarbeit und Annäherung ist nur sein Verdienst. Die Kirchen unserer Partnerstädte wie Dortmund und Norwich arbeiten regelmäßig mit uns zusammen.

Er hat mit allen Kräften daran gearbeitet, dass man eine humane, sozial sensible Gesellschaft etabliert, wohin die Grundwerte der Menschen wie Frieden, Gerechtigkeit, Solidarität und Versöhnung führen.

Durch seine vielseitige Ausbildung hat er in allen Schwierigkeiten immer die beste Lösung gefunden. Die meisten seiner Vision wurden durch unseren Projekte realisiert. Einer seinen Träume wurde verwirklicht, ein zentrales ökumenisches Haus wurde gebaut, und alles andere ist noch in der Zukunft, wenn der Allmächtige mit uns ist ...

Unsere ökumenischen Partner können leider nicht mit uns sein, aber sie senden uns ihr Beileid. Ich bin sicher, dass es eine große Ehre, für alle seine Mitarbeiter und mich, die zusammen verbrachte Zeit war. WIR DANKEN IHM. Den Gedanken des Wissenschaftlers Hieronymus annehmend: Neben Trauer sollten wir uns auch freuen, dass wir die Möglichkeit hatten, mit ihm zu arbeiten. Er ist einfach vor uns gegangen. RUHE IN FRIEDEN.

 

In memoria (Vertreterin des NGO-Sektors bei der Gedenkfeier 03.05.2008.)
 K

Karoly Beres (1951-2008) war ein Pfarrer, ein Ingenieur, Direktor der Ökumenischen Humanitären Organisation in Novi Sad, aber vor allem war er ein Jünger Jesu. Sein Grundprinzip waren die Worte Jesu: “Hab keine Angst!” und “Was du dem kleinsten meiner Brüder angetan hast, das hast du mir angetan.”

Für uns alle, die Mitte der Neunziger eine aus dem alternativen Sektor (d. h. NGO) kommende Zivilgesellschaft begannen, EHO und er waren unsere Vorbilder, Unterstützung und Halt.

Es ist sehr gut, wenn man bei der Arbeit auch in diesen schwierigen Zeiten eine zuverlässige Unterstützung hat. Es brauchte viel Weisheit, Geduld und guten Willen, die Dinge in Gang zu setzen, und dass man uns danach in der Stadt und der Provinz als die gute Absicht von organisierten Bürgern anerkennt. Und wir, er auch, waren naiv und leichtgläubig genug, um zu glauben, dass unsere Bemühungen bald Früchte tragen werden. Nach 15 Jahren Zusammenarbeit, gegenseitiger Unterstützung und Gewöhnung an die Idee, dass die Wahrheit sichtlich sein kann, verlieren wir uns langsam ... aber die Hoffnung bleibt.

Karoly Beres ist ein Priester des Aktivismus der Zivilgesellschaft im besten Sinne des Wortes. Er vereinigte erfolgreich alle Aktivitäten in einer einzigen Mission, damit es uns zusammen besser geht. Zusammen im Glauben und Respekt vor der anderen und in unseren Gedanken. In dieser Mission sind wir alle zusammen, es gibt keine wichtigen und weniger wichtigen Taten. Der interreligiöse Dialog war ihm, glaube ich, das Wichtigste, so dass es die Bürger aus der Perspektive ihrer Bedürfnisse gestalten, obwohl die Bedeutung von Würdenträgern er auch nicht vernachlässigt hat. Denn wenn wir einander im Glauben fühlen können, dann haben wir auch Caritas erteilt, Romakinder besucht und gelehrt, alte besucht und Frauen unterstützt, wenn es um die Bekämpfung von Gewalt geht.

Karoly Beres wusste die Menschen um sich zu sammeln, unser Ausdauer zu fördern, in was wir vorhatten. Dank der Ökumenischen Humanitären Organisation wurde sehr vieles in der Stadt Novi Sad und in der Provinz angefangen und erreicht, wovon man noch immer sehr wenig weiß, denn das wichtigste Motto aller Aktivitäten in der Organisation ist “Der, der es wissen soll, sieht alles.” Dieses Erbe, glaube ich, übernehmen wir von ihm, denn wir haben sehr viel von ihm gelernt, wurden gestärkt, sodass wir es den anderen zurückgeben können. Seine Botschaft, dass man die interreligiöse Nähe in kleinen Schritten erreichen kann, durch Versammlungen, Gespräch und Kennenlernen bleibt die Grundlage der Ökumenischen Humanitären Organisation, genau wie vieler Bürgerinitiativen.

 

- Magyar Szó, 05.05. 2008: IN MEMORIAM; A békehidak építője volt (na mađarskom)

IN MEMORIAM, Béres Károly, (1953-2008)
Újvidéken született 1953. február 16-án Béres Károly református pék és Erős Olga gyermekeként. Anyanyelvének szépsége a József Attila Általános Iskolában csiszolódott 1959 és 1967 között, majd a Mihajlo Pupin Elektrotechnikai Technikumban 1967-től 1971-ig alapozta meg jövőjét. Ezen alapokra építve fejezi be a Műszaki Egyetemet 1977-ben. Többéves segédkezés után Buda József lelkipásztor mellett elhivatást érez a lelkészi szolgálatra. 1980-ban jelentkezik a Református Theológia Akadémia levelező szakára Budapestre. Az akkori politikai helyzet miatt tanulmányait megszakítva munkásságát mérnöki szakmájában folytatta.
Lelki téren tevékenységét továbbra is folytatta a Református Egyházban. Országos Egyházunkban akkor még a Jugoszláviai Református Keresztyén Egyház főgondnoka 1982-től 1996-ig, majd abban az évben nevet cserélt Egyház (Református Keresztyén Egyház) Diakóniai vezetőjévé választják, és e tisztséget tölti be haláláig. A Magyarországi Ökumenikus Szeretetszolgálat segítségével Országos Egyházunk által 1993-tól a haláláig az Ökumenikus Szeretetszolgálat vezetője (Ekumenska humanitarna organizacija).
Kiemelkedő munkát végzett a magyarság ügyéért is. A VMDK újvidéki alelnöke 1990-től 1993-ig.
2000. október 21-én Kolozsváron, a Báthory István Líceumban a munkássága elismeréséért megkapta a Mocsáry Lajos-díjat.
Közel 4000 lakás villamossági terve, gyárak, kórházak Újvidéken, Jordániában, Ukrajnában jelzik munkásságát, emellett parókiaépítés és templomfelújítás Maradékon, a szeretetmunka megszervezése Vajdaság 62 helységében 85 csoporttal több mint 800 önkéntessel.
Gyászolják: felesége Irénke, fia Károly, lánya Márta, menye Adela, rokonok, ismerősök, szerettei és a Református Keresztyén Egyház.
Botos Elemér esperes

\"A békehidak építője volt
Eltemették Béres Károly református lelkipásztort

Búsan szólt ezekben a napokban Újvidéken, a Darányi telepen a református templom harangja. Ebben a szentélyben, amelyben csaknem 55 évvel ezelőtt keresztelték meg, ravatalozták is fel a tragikus hirtelenséggel, az Úr Mennybemenetelének napján, áldozócsütörtökön, a munka nemzetközi ünnepén elhunyt Béres Károlyt (1953 - 2008), a református lelkipásztort, a villamosmérnököt, az Ökumenikus Szeretetszolgálat (ÖSZSZ) alapító igazgatóját (1993-tól). Az egyházak közötti ökumenikus együttműködés, a békehidak, az anyanyelv ápolásának, a kompromisszumra való készség, az emberiesség, a polgári öntudat, a civil szféra, a humanitárius tevékenység építőjére emlékezett, a keresztyéni viszontlátás reményében Csete Szemesi István református püspök, Botos Elemér bácskai esperes, valamint Tomislav Konečni az ÖSZSZ közgyűlése, igazgatóbizottsága, Bú Anna, Ghandour Saál Júlia a szeretetszolgálat, mgr. Miavecz Béla az Európa Alapítvány, dr. Svenka Savić, Papp Ferenc a civil szervezetek, Fadil Murati imám az iszlám hitközség, dr. Ana Frenkl a zsidó hitközség és Berta Zoltán a maradéki gyülekezet nevében. A megemlékezést követő ökumenikus imaórát Samuel Vrbovsky szlovák evangélikus püspök, Sztrikovits János római-katolikus esperes és Suhajda Lajos szerzetespap, Martin Hovan nyugalmazott metodista szuperintendens, Roman Miz görög-katolikus plébános, Dolinszky Árpád evangélikus szuperintendens és Csete Szemesi püspök mutatta be. Béres Károlyt a Futaki úti temetőben a gyászoló családdal, a Vajdaság szinte minden községéből érkezettekkel, valamint a Hollandiai Diakóniai Segélyszervezetnek képviselőivel (akik Bácsfeketehegyre érkeztek korábban) együtt kísértük ki utolsó földi útjára.
S. T. G.
Fotó: Ótos András

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